

Silvio Schmidt
Sehr geehrte Leser, liebe Ratsuchende,
ich möchte mich heute einem Thema widmen, das in vielen meiner Beratungen präsent ist, auch weil es sich um ein Problem bzw. eine Traumatisierung der betreffenden Person handelt.
Das Thema über welches ich hier schreibe, ist die Konstellation „Mond im Steinbock“ fachlich ausgedrückt ist es gleichzusetzen mit Mond/ Saturn Konjunktion, Quadrat und Opposition, wie sich beide Planeten im Geburtshoroskop eines Menschen anblicken bzw. zueinander stehen. Zustande kommt diese Konstellation durch Mond im 10. Haus und Saturn im 4. Haus, was ich im Folgenden erklären möchte.
Schon als Kind zeigt der der Mensch im Steinbockmond die typischen saturnalen Eigenschaften, er ist der junge Erwachsene, ordentlich und brav. Dieser noch kleine Erdenbürger will geliebt werden, allerdings empfindet aber oftmals genau das Gegenteil. Er kann nahezu alles bekommen haben, jeder Wunsch wurde ihm erfüllt, er kann vielleicht von der Mutter überbemuttert worden sein, die Vielfalt ist ist sehr groß. Das Einzige was er nicht bekommen hat, ist die wahrhafte Liebe der Mutter.
Wird der Steinbockmond emotional verletzt, beginnt seine Seele zu schreien. Die Auswirkungen hierfür sind Depressionen, Appetitmangel, Magenprobleme, Gelenkbeschwerden, Störungen im Wasserhaushalt, Erbkrankheiten, Schmerzen im Knie, es kann sogar zu Krebserkrankungen kommen, wobei Letzteres durch eine fehlende Entwicklung der eigenen Identität in Erscheinung tritt. Bei Erwachsenen hingegen sind Merkmale wie Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit und das Pflichtgefühl außerordentlich stark ausgeprägt, was dazu führt, dass der saturnale Mond sich schnell für die Probleme seiner Mitmenschen zuständig fühlt und helfen will. Nach aussen erscheint er kühl und gefühlskalt, das ist er aber keinesfalls.
Um den weichen Kern hat sich im Laufe der Jahre unter Umständen eine sehr harte Schale gebildet, meist aus Angst vor seelischer Verletzung. Die schwersten Kämpfe finden in seiner eigenen Brust statt, diese können zuweilen sehr schmerzhaft sein. Mond/Saturn ist einfach nur traurig, es schmerzt und wenn das Herz der betreffenden Person blutet überträgt sich sein Unwohlsein auch auf seine Umgebung.
In einer Beziehung ist der Mond/Saturn-Mensch einer der treuesten Seelen auf dieser Erde. Dabei hat er sehr hohe Ansprüche an seinen Partner. Oberflächlichkeiten widern ihn an, da er die Dinge viel zu ernst nimmt. Er ist auf der Suche nach wahrer Liebe, kann sie jedoch oftmals nicht finden. Gleichzeitig hat er Angst vor ihr und rennt oft davon, wenn diese auftaucht. Was verbirgt sich dahinter?
In Wirklichkeit ist dieser Mensch auf der Suche nach der verlorenen Liebe der Mutter, was ihm jedoch nicht bewusst ist, so spiegelt der Mond doch das Unbewusste im Menschen wieder. Da kommt Saturn der Schicksalsplanet ins Spiel und sorgt dafür, dass dieses Thema dem einzelnen Menschen bewusster wird. Die Möglichkeiten, wie das geschieht, sind unendlich viel und treten verstärkt ab dem 35. Lebensjahr auf.
In Partnerschaften kommt erschwerend hinzu, dass die vorhandene Mutterproblematik, die gerade bei jungen Männern ein oftmals gestörtes Frauenbild erzeugen, diese oftmals in die Homosexualität gleiten lässt.
Beständige Partnerschaften verlagern sich auf die zweite Lebenshälfte, da Saturn feste Strukturen schaffen will und alles zerstört was keine Beständigkeit besitzt.
Ein weiteres Merkmal ist die Sensibilität dieser Menschen. Das Gemüt neigt zu Schwermut und Resignation. Meist hat sogar die Lieblingsmusik etwas Melancholisches. Vorgeburtlich sind die Dinge so gelagert, dass schon der heranwachsende Embryo nicht geboren werden will, glaubt er doch zu wissen, dass es in der Welt dort draußen für ihn keine Liebe gibt.
Doch diese Liebe gibt es!
Zuerst muss der Mensch im Steinbockmond lernen sich selbst zu lieben. Damit hat er eine schwere Aufgabe vor sich, versuchte er doch nur die Liebe von anderen zu bekommen oder einzufordern. Diese Aufgabe jedoch beinhaltet eine der größten Entwicklungsmöglichkeiten im Leben eines Menschen.
Ein Sprichwort dazu lautet: „Wer das Dorf nicht kennt aus dem er kommt, kann das Dorf, das er sucht, nicht finden“.
Wenn er bereit ist seine Aufgabe anzunehmen, eröffnen sich für diese Menschen im fortgeschrittenen Alter einzigartige Möglichkeiten um glücklich zu werden, Ordnung in ihre Gefühlswelt zu bekommen, bewusster zu empfinden, sich dem Partner emotional hinzugeben und seine wahre Liebe zu finden.
Wilhelm Busch schrieb einmal: „Das Schönste aber hier auf Erden, ist lieben und geliebt zu werden“.















