

Hagen-Eckhard Butzin
Astrologie wird gerne als Sternenkunde bezeichnet. Das ist die Astrologie aber eigentlich nicht.
Bei der Astrologie geht es um die Deutung der Stellung von Himmelskörpern (Planeten und Sterne). Die Astrologie ist keine anerkannte Wissenschaft. Früher war sie das, jeder Astronom war auch Astrologe und umgekehrt genauso. Heute spricht man von einer Pseudo- oder Parawissenschaft.
Geschichtliches zur Astrologie
Der Ursprung der klassischen Astrologie reicht zurück bis in die Frühzeit vor Christus nach Mesopotamien. Während man damals die Auswirkung der Gestirnstellung auf die Umwelt allgemein untersuchte, entwickelte sich die Astrologie ab dem 4. Jhd. vor Christus zu dem was sie heute darstellt - einem Instrument zur Bestimmung des Menschen, d. h. seiner Eigenschaften, Fähigkeiten und Möglichkeiten, kurzum seines Schicksals. Früher waren Astronomie und Astrologie untrennbar miteinander verbunden. Jeder gute Astronom war ein ebenso guter Astrologe. Heute sind diese beiden Bereiche strikt voneinander getrennt.
Um was geht es bei Astrologie?
Die Astrologie will aus der Stellung der Himmelskörper zu einem bestimmten Zeitpunkt und Ort Dinge herauslesen können, die eine Person oder allgemeine Tendenzen betreffen. Auf Basis dieser Daten wird ein Horoskop erstellt, welches individuell zu einer Person oder Situation passt. Aus diesem Horoskop lassen sich dann, ganz grob gesagt, die Auswirkungen der Himmelskörper herauslesen. Hinsichtlich der Aussage unterscheiden sich einige astrologische Denkweisen voneinander. Während die einen die Daten des Horoskopes als fix und nicht veränderbar betrachten, sehen andere diese Daten nur als eine Tendenz, die jederzeit änderbar ist.
Eine weitere wichtige Tatsache, die oft kritisiert wird, ist die Sicht der Astrologie. Die Astrologie betrachtet die Gestirnstellung nach alter Denkweise von dem Ort aus, an dem man auf der Erde gerade ist. Das heisst so, wie man die Gestirne von der Erde aus sieht. Häufig wird diese Sicht als geozentrisch bezeichnet, richtiger wäre aber der Begriff "topozentrisch". Wissenschaftlich ist diese Sicht nicht nachvollziehbar, denn heute weiss man, dass die Erde nicht das Zentrum des Universums ist. Früher ging man aber davon aus.















